Die Weihnachtstypen Eine augenzwinkernde weihnachtliche Feldstudie, Teil eins

Kann derzeit vor allem auf den fünf Weihnachtsmärkten Münsters in freier Wildbahn beobachtet werden: Der Rudolf (Illustrationen: Isabel Schmiedel)

Die Vorweihnachtszeit stellt verrückte Sachen mit den Leuten an: Während besinnliche Stimmung und Geschenkekaufstress an manchen scheinbar spurlos vorbeigehen, verwandeln sich andere direkt nach Halloween in wandelnde Weihnachtsmonster.

Hier der Versuch, die typischsten Vertreter dieser Zeit zu skizzieren*.

 

 

Der Dauerlerner

Andere nutzen ausfallende Vorlesungen, um sich auf Weihnachtsfeiern und -märkten herumzutreiben, doch der Dauerlerner kennt auch kurz vor den Feiertagen nur einen Aufenthaltsort: die Bib. Man muss ja schon die Vorlesungen nach Silvester vorbereiten. Ein paar vereinzelte Weihnachtsgefühle kommen aber doch auf, wenn es in der Mittagspause Lebkuchen gibt oder ein Vertreter der Gattung Weihnachtsbaum im Westfalica-Lesesaal vorbeiläuft.

 

 

Der Rudolf

Immer wenn du auf dem Weihnachtsmarkt bist, begegnet dir diese eine Person, die du schon von Weitem an ihrer roten Nase (obwohl sie nicht erkältet ist) erkennst? Dann hast du vermutlich einen Rudolf gefunden! Startschuss für die Weihnachtsmärkte ist zwar erst vier Wochen vor Heiligabend, aber in den heimischen vier Wänden wird natürlich, schon seitdem die ersten Flaschen im Supermarkt zu finden sind, das heilige Gebräu konsumiert. Offizielle Begründung für den exzessiven Konsum sind der tolle Geschmack und die weihnachtliche Stimmung. Ob nicht auch einige Rudolfe versuchen, ihren Nutzen aus maximaler Alkoholmenge bei minimalem Budget zu maximieren, ist dagegen noch umstritten.

 

 

Der Grinch

Zu voll, zu laut, zu nass, zu kalt… Dem Grinch kann man es an und um Weihnachten einfach nicht recht machen. Weihnachtsmärkte und Einkaufsläden in der Adventszeit sind der pure Horror für ihn, aber ums Geschenkekaufen kommt er trotzdem nicht herum („Schlimm dieser ganze Konsum!“). Dank des Internets kann er zwar überfüllte Läden mit gestresstem Personal und schlechter Musik meiden, trotzdem bleibt der Grinch konstant griesgrämig, bis nach den Heiligen Drei Königen mit den Weihnachtsbäumen endlich alle Erinnerungen an diese fürchterliche Zeit getilgt sind.

 

 

Der Plätzchenbäcker

Hier könnte man eigentlich sogar zwei Typen unterscheiden:Ganz ohne Schnickschnack, dafür nach Familienrezepten der siebten Generation, backt der klassische Weihnachtsbäcker Zimtsterne, Vanillekipferl, Butterplätzchen und Co. Die werden dann in Tupperdosen an Familie, Freunde oder auch Sitznachbarn in der Vorlesung verteilt.

Bei den Instagram- respektive Snapchat-Plätzchenbäckern hingegen wird das Backen zum großen Event, welches dann mit Fotos ausgefallener Kekskreationen in pastellfarbenen Einhornkeksdosen gleich auf allen Social-Media-Kanälen in Szene gesetzt wird.

 

 

 

Der Weihnachtsbaum

Pünktlich vor Weihnachten bieten alle Geschäfte noch einmal neue Weihnachtskollektionen an, bei denen der Weihnachtsbaum gleich auf Wolke sieben schwebt. Hauptsache es glitzert, klingelt, ist weich, flauschig und in Rot-, Gold- und Grüntönen gehalten. Damit das auch auch wirklich zur Geltung kommt, wird bei Make-Up und Accessoires nicht gespart. Dafür friert der Weihnachtsbaum auch mal gerne. Schließlich darf das Outfit auf dem Weihnachtsmarkt nicht unbeachtet bleiben. 

 

Du erkennst dich selbst oder deine Freunde noch nicht in unseren Weihnachtstypen wieder? Gedulde dich noch ein bisschen, hinter dem Türchen am 16. Dezember warten noch ein paar weitere weihnachtliche Charaktere auf euch!

 

 

 

*Die Redaktion weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich hier um eine karikaturistische Darstellung handelt. Alle Bezeichnungen beziehen sich dabei auf alle Geschlechter.

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