Let’s Hack! Der Venture Club Münster lädt zum Programmierwettbewerb

Unter dem Motto "Let's Hack" lud der Venture Club Münster am 12. und 13. Januar zu seinem ersten Hackathon. (Foto: Venture Club Münster)

Fünfzig übernächtigte, aber hochmotivierte junge Menschen träufeln langsam in den Raum, während die ersten Gäste zum Pitch-Event erscheinen. 24 Stunden hatten die neunteilnehmenden Teams Zeit, sich einer von drei Herausforderungen zu stellen, ein App-Konzept zu entwickeln und ein Preisgeld von 2.000 Euro zu ergattern.

Der Venture Club Münster e.V. (VCM), eine studentische Initiative für Start-up Unternehmen mit über 150 Mitgliedern, lud am 12. Januar zu seinem ersten Hackathon „Let‘s Hack“ ein. Als Hackathon werden in der IT-Branche Veranstaltungen bezeichnet, in denen kreative Programmierer, Designer und Start-up-Begeisterte in kürzester Zeit und auf engem Raum Produktkonzepte entwickeln und diese schließlich einander präsentieren. („Hackathon“ setzt sich zusammen aus „Hack“ und „Marathon“, Anm. d Red.) Meist werden Hackathons von etablierten Firmen finanziell unterstützt, da sie ihnen Gelegenheit bieten, kreative Lösungsansätze für die eigenen Herausforderungen zu bekommen und mit jungen Talenten Kontakte zu knüpfen.

Der Ort des Geschehens: Der moderne WHYIT Campus. (Foto: Venture Club Münster)

Für dieses Event hat der VCM einige namhafte Sponsoren gewinnen können: Die Westfalen AG, die Westfälische Provinzial Versicherung, und die Eucon Group stellten jeweils eine Herausforderung und boten jeweils 2000 Euro Preisgeld. Accenture Interactive stellte den Teilnehmer Mentoren zur Seite, um ein flüssiges Arbeiten zu unterstützen. Zusätzlich wurden die Räumlichkeiten des neu eröffneten WHYIT Campus in Münster zur Verfügung gestellt.

Die Herausforderungen beschrieben realitätsnahe und zukunftsträchtige Bedürfnisse der Firmen: Dynamische Preisanpassung inklusive automatischer Kundenbenachrichtigung, Erstellung eines übersichtlichen und funktionalen Dashboards für wirtschaftliche Kennzahlen und „KI“-gestützte Analyse („KI“ steht für künstliche Intelligenz, Anm. d Red.) und Auswertung von Bilddaten waren die Schlagworte, zu denen die Teams in einem Tag eine Anwendung und eine Präsentation entwickeln mussten.

Volle Konzentration trotz Müdigkeit. Schlaf gab es beim Hackathon des VCM nur für wenige. Das hat sich am Ende aber gelohnt. (Foto: Venture Club Münster)

Zum wachhalten wurden die Teilnehmer nicht nur mit Snacks und Getränken versorgt, es gab auch mentale Abwechslung: Kleine Rätselkisten ermöglichten den Teams, die diese zuerst lösten, zusätzliche Redezeit für ihre Präsentation zu gewinnen. Wer gänzlich erschöpft war, hatte die Möglichkeit, sich in Ruhezonen auf improvisierten Betten kurzzeitig zu erholen. Das Team von Code for Münster nahm es pragmatisch: Einige von ihnen sind nachts nach Hause gefahren, um sich im eigenem Bett optimal zu erholen und mit voller Kraft in den zweiten Tag zu gehen.

Schlaf hatten nur wenige, und wenn, dann zu wenig. Das hat sich aber gelohnt. Nach langer, harter Arbeit blieb ein gewisses Maß an Stolz auf die eigenen Leistungen nicht aus. Am Ende folgte natürlich eine Party, aber zunächst das Pitch-Event. Unternehmer aus Münster und dem Umland trafen sich, um die Präsentationen der Gruppen zu hören und sich auszutauschen. Die Jury setzte sich aus Vertretern der Sponsoren zusammen. Moderiert wurden der Abend vom Münsteraner Kabarettisten und Redner Klaus Herrmann.

„Der Venture Club Münster wird unsere Stadt nachhaltig verändern“ – Markus Lewe, Oberbürgermeister Münster

Die Teilnehmer und Veranstalter zogen ein durchweg positives Fazit. Einziger Kritikpunkt einiger Teams war, dass sie nicht ihrer bevorzugten Aufgabe zugewiesen worden sein. Die Frage, ob sie auch am nächsten Hackathon des VCM teilnehmen würden, wurde jedoch von allen Teams klar beantwortet: Auf jeden Fall.

Der Münsteraner Kabarettist und Redner Klaus Hermann führte durch die finale Präsentation der Teamergebnisse. (Foto: Venture Club Münster)

Der VCM sieht das ähnlich: Die Planung für das nächste große Event ist bereits im Gange. Vom 14. bis 16. Juni wird zum Gründerworkshop geladen, in dem unter professioneller Betreuung Ideen für innovative Start-up Unternehmen ausgearbeitet werden sollen. Wer bis dahin nicht warten möchte, kann sich auch schon vorher dem aktiven VCM-Netzwerk anschließen. Auch Markus Lewe, Münsters Oberbügermeister, sagte: „Der Venture Club Münster wird unsere Stadt nachhaltig verändern“. In Anbetracht der Leistung, die der VCM nach nicht einmal dreijährigem Bestehen auf Basis freiwilligen Engagements erreicht hat, ist das gut vorstellbar.

Mehr zu der Arbeit und weiteren Veranstaltungen des VCM erfahrt ihr unter ventureclubmuenster.de

 

Noch mehr Eindrücke von dem Event bietet der Aftermovie des VCM:

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