Titel … könnte hier stehen aber ich prokrastiniere Ich prokrastiniere, du prokrastinierst, er/sie/es prokrastiniert…

Die ersten Klausuren stehen in einer Woche an und du musst bis dahin noch 20 Foliensätze auswendig lernen? Erstmal aufräumen ... (Quelle: Pixabay).

Nichts ist sicher auf der Welt, außer zwei Dinge: wir müssen irgendwann sterben und zweimal im Jahr kommt die Klausurenphase. Die ist jetzt schon angelaufen und wie ihr auch, schieben wir gerne mal was auf. „Mach ich morgen, mach ich morgen, nur nicht heute“, und dann sind es nur noch zwei Tage und die Panik setzt ein. So entstand auch dieser Artikel. Er ist ein bisschen beides: Prokrastinationsarbeit und Selbsthilfe. Wir haben zehn Tipps für euch zusammengestellt, wie ihre euren inneren Schweinehund überwinden und endlich mit dem lernen beginnen könnt. Wenn ihr den gelesen habt, dann fangt ihr an…ganz sicher.

 

  1. Hör auf zu sagen: „Morgen kann ich auch noch anfangen.“ Natürlich kannst du das. Aber wenn du sofort beginnst, wird’s mit Sicherheit einfacher. Ansonsten kannst du aber auch googeln, wie man acht Stunden Schlaf in zwei Stunden bekommt und die letzten zwei Tage vor der Klausur einfach durchmachen.
  2. Handy weg. Das lenkt wirklich ab. Facebook, Instagram, Twitter, WhatsApp oder einfach schnell mal jodeln, wie viel man doch zu lernen hat. Donald Trump twittert immer irgendwas, aber meistens reicht’s, wenn du davon in den Nachrichten liest. Außerdem haben wir jetzt eine Regierung, da wird sich auch nicht mehr so viel tun und Kim Kardashian bekommt ihr Baby. Auf was wartest du also?
  3. Räum auf. Ja, wirklich. Mach dein Bett, hol dir einen Tee oder Kaffee und iss was. Dann gehst du an deinen Schreibtisch, mit einem Kuli aus der Ersti-Tasche, der noch schreibt und ein paar Blätter sind noch auf dem Block. Dein Zimmer ist sauber, die Wohnung gesaugt und du bist laut Putzplan sowieso nicht dran. Da sitzt du nun, in einer ordentlichen Umgebung und kannst endlich Ordnung im Kopf schaffen. Vielleicht hast du Glück und findest sogar noch ein paar aufschlussreiche Skripte. Vielleicht auch nicht, aber dann solltest du umso schneller nicht mehr prokrastinieren.
  4. Musik. Es gibt hunderte von Playlists mit Lernmusik. Am besten klassisch, das geht nahtlos ineinander über und ist meistens nicht wirklich mitreißend (natürlich unterscheiden sich die Geschmäcker). Das ist super. Entweder du lernst jetzt wirklich oder du merkst noch weniger, wie schnell die Zeit vergeht. Nimm Abstand von Filmmusik. Damit fällt dir nur ein, dass die Mitbewohner noch die komplette Harry Potter-Reihe auf DVD haben und die schon eine Weile nicht mehr gesehen wurde. Von Hörspielen raten wir ebenso ab. Bibi Blocksberg, Die drei ??? oder auch Bibi und Tina. Geht nicht. Zu spannend. Zwar hast du dann den Fall gelöst und kannst vier neue Zaubersprüche, aber immer noch nicht den Unterschied zwischen Haupteffekt und Interaktionseffekt erklären.
  5. Besorge dir Snacks. Mehr brauchen wir dazu nicht zu sagen.
  6. Plane Pausen ein. Und damit meinen wir keine, die über drei Wochen gehen. Belohn dich nach einigen guten zehn Minuten am Schreibtisch immer wieder mit den schon genannten Snacks. Wahlweise kannst du auch ein Nickerchen machen. Öffne nicht Netflix. Scrolle nicht durch deine Social-Media-Kanäle. Alternativ kannst du den Semesterspiegel lesen. Der ist informativ. Auf allen Ebenen (sogar mit Politik und Kultur).
  7. Setze Prioritäten. Zwei Klausuren und ein unbenotetes Referat, bei dem du die Einleitung machst? Hier ist offensichtlich, wo die Priorität liegt. Fang mit dem Referat an. Das geht schnell von der Hand und du kannst immerhin schon eine Sache von der Liste abstreichen. Sieht besser aus und wir versprechen ein leichtes Aufkommen von „produktiven Gefühl.“
  8. Belohne dich. Du hast das Referat fertig. Glückwunsch, jetzt kannst du dich abends mit deinen Freunden treffen, trink aber moderat. Denn nichts wirft mehr zurück als ein verkaterter Tag im Bett. Außerdem kannst du stolz von deinen geschafften Aufgaben erzählen: ein Referat fertig gestellt. Beim Bier ist zu beachten, dass das Bier-Alter-Semester-Verhältnis eingehalten wird: je älter der Studierende und je höher das Semester desto weniger Bier sollte getrunken werden oder andersherum. Je höher das Semester und je höher das Alter des Studierenden desto trainierter ist man? Das müssen wir nochmal überdenken. An die Erstis: so wird es jetzt erstmal drei Jahre sein. Gewöhnt euch dran, ihr schafft das. Partys gibt’s immer.
  9. Geh in die Bibliothek. Wenn gar nichts mehr geht, pack deine Sachen zusammen, setz dich aufs Fahrrad und radel los. In der Bibliothek könnte (mit viel Glück) noch etwas frei sein. Die gleichmäßige Geräuschkulisse von atmenden, schniefenden und flüsternden Mitstudierenden fällt fast gar nicht auf und wirkt hypnotisierend. Aber die Arbeitsatmosphäre hilft und steckt dich vielleicht an. Natürlich darfst du hier nichts. Nicht essen, nicht trinken, nicht schlafen und auch, zum Wohle der Mitmenschen, bitte nicht nervtötend mit den Fingern auf dem Tisch klopfen. Hier ist das WLAN meistens auch ganz gut. Was aber auch wieder schlecht sein könnte.
  10. Fang einfach an. Der Artikel ist jetzt vorbei.

 

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