Warum feiern wir Weihnachten, Teil 3 Jubel, Trubel, Tradition - Weihnachten mit der Familie

(Quelle: Pixabay)

Die Frage nach dem Warum ist leicht beantwortet… die Frage „wie“ wir Weihnachten feiern zieht sich allerdings wie ein Kaugummi durch jede einzelne Familie und ihren Traditionen.

Sinems Entscheidung, sich dem allgemeinen Geschenke-Stress dieses Jahr nicht anzutun, kann ich verstehen. Das ist schon stressig, alleine die Überlegung, was genau man jetzt denn verschenken möchte und ob es den Beschenkten am Ende auch wirklich gefällt. Und mal ehrlich, die Weihnachtsfeiertage an sich sind doch schon Stress genug.

Warum ich Weihnachten feiere ist schnell gesagt: eher weniger wegen meiner starken Gläubigkeit und dem Gedenken ans heilige Jesus Kind. Klar, Maria und Josef sind am Heiligabend unterwegs gewesen, um zu einer Volkszählung zu gelangen, fanden kein Obdach und ein netter Herr ließ sie in seinem Stall übernachten und da wurde das Jesus Kindchen geboren, so die Kurzfassung. Deswegen feiern wir am 24. Dezember. Das lernt man schon in der Grundschule (und wenn nicht, jetzt wisst ihr Bescheid).

Interessanter ist aber doch eher die Frage, wie wir Weihnachten feiern. Bei uns ist es schon immer gleich abgelaufen, auch wenn wir nicht mehr auf das Klingeln des Christkindes warten und Mama uns weiß machen musste, es musste schnell wieder weg, anderen Kindern ihre Geschenke bringen. Dazu gehört unter anderem der traditionelle Streit, wie der Baum richtig geschmückt wird, bei dem mindestens einer meiner Geschwister oder ich leicht genervt schließlich aufgibt. Das ist aber schnell wieder vergessen. Während wir es früher kaum erwarten konnten, die Geschenke aufzureißen, gibt es heute vorher essen. Ich habe das Gefühl, dadurch erhöht sich für alle das Weihnachtsfeeling noch ein bisschen mehr, denn nach dem auspacken der Geschenke wirkt es ja fast immer so, als sei der Abend schon wieder vorbei. Als wir früher noch stundenlang Lego-Stationen und Playmobilritterburgen aufgebaut haben und am nächsten Morgen nahtlos daran anschlossen, war es, als seien die Weihnachtsfeiertage eine endlose Reihung von Spiel, Spaß und Süßigkeiten.

Es ist ein bisschen Schade, dass es irgendwie nicht mehr so ist. Andererseits: gerade, weil es so ist, genießen wir doch alle diese kurze Zeit im Jahr ein bisschen intensiver, ein bisschen bewusster als früher, als eben jene Zeit mit den liebsten Menschen noch wie selbstverständlich wirkte. Und weil das so ist, wünsche ich euch allen ein fröhliches, stressfreies Weihnachten. Die nächsten Klausuren kommen bestimmt und gerade deshalb, genießt die schönste Zeit des Jahres. Wer weiß… vielleicht schneit es ja dieses Jahr mal zu Weihnachten. Sogar in Münster.

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