Wie wäre es dieses Jahr mit einem nachhaltige(re)m Weihnachten? Fünf Tipps, die Geldbeutel und Planeten schonen

Selbst gemachte Geschenke sind uncool? Nein, sie schonen bloß deinen Geldbeutel und deine Nerven (Foto: Pixabay).

Sicherlich, in der Vorstellung ist Weihnachten die Zeit für Freunde und Familie, Nächstenliebe und Besinnlichkeit. Nichtsdestotrotz endet es für viele am 23. Dezember oder sogar am Heiligabend noch einmal in überfüllten Läden mit gestressten Verkäufern. Die letzten Geschenke für Verwandte (die man nur an Weihnachten sieht) fehlen, und es kommt doch- obwohl der Kühlschrank schon brechend voll ist – Panik auf, das Essen würde nicht für Heiligabend und die zwei Feiertage reichen. Zwischen Geschenkschlachten, Müllbergen und Unmengen an Essensresten gerät die eigentliche Bedeutung der Feiertage in Vergessenheit; es bleibt Konsumstress statt Gemütlichkeit.

Gleichzeitig geht an anderen Orten auf der Welt das Leben ganz normal weiter. Gänse und Tannen müssen schließlich gezüchtet, Geschenke produziert werden. Unser Konsumwahnsinn führt dazu, dass die Erde sich erwärmt, die Meere verschmutzen und die Böden versauern.

Weihnachten ist sicherlich nicht der Zeitpunkt, um eine große Konsumrevolution zu starten, doch es gibt viele Kleinigkeiten, mit denen jeder etwas für sich, die Familie und den Planeten tun kann.

1. Schöner Schmücken

Statt günstigen Dekoartikeln in aktuellen Trendfarben, die im nächsten Jahr nicht mehr angesagt sind (oder schon nach der ersten Nutzung kaputt gehen) solltest du lieber in hochwertige Kugeln, Sterne und Krippen investieren. Die sehen nicht nur schöner aus, sondern begleiten dich über viele Weihnachtsfeste

2. Bewusster einkaufen

Wer sich einmal die Zeit nimmt, das Essen für die Feiertage zu planen, stellt am Ende fest, dass man oft mit deutlich weniger auskommt, als man vielleicht am Anfang geschätzt hätte. Wer bei den Mengen spart, kann sich dafür dann auch Bio-Fleisch oder fair gehandelte Schokolade gönnen. Und das schmeckt nicht nur dem Gewissen besser.

3. Nachhaltiger verpacken

In Großbritannien werden jedes Jahr alleine zu Weihnachten 365.000 Kilometer Geschenkpapier verbraucht. Für Deutschland gibt es hierzu keine Erhebung, aber geht man vom selben pro-Kopf-Verbrauch aus, würden hier circa 460.000 Kilometer anfallen. Daneben noch Schleifen, Bänder und weitere Deko, die nur kurz angeguckt und dann meist einfach runtergerissen wird. Wer wiederverwendbare Stoffbeutel als Geschenkverpackung nutzt, kann diesen ganzen Müll einsparen. Alternativ kannst du auch auch Zeitungspapier nutzen – wer damit kreativ sein will, kann dabei die Artikel auf die Beschenkten oder das Geschenk anpassen.

4. Echtes Grün

Auf einen Weihnachtsbaum möchte vermutlich niemand verzichten. Wer einen Garten oder Balkon hat, muss aber nicht unbedingt einen geschlagenen Baum kaufen, der spätestens nach Silvester das Zeitliche segnet. Wie wäre es dieses Jahr mal mit einem Baum im Topf? Einmal gekauft, hast du bei guter Pflege jahrelang keinen Stress mehr mit der Suche nach dem perfekten Weihnachtsbaum. In Zeiten von Sharing Economy gibt es aber noch eine weitere nachhaltige Alternative zum geschlagenen Baum: in einigen größeren Städten bieten Start-Ups Bäume im Topf zum Mieten an. Wer auf den geschlagenen Baum nicht verzichten will, sollte darauf achten einen zertifizierten Baum oder einen, der bei der Forstwirtschaft angefallen ist, zu kaufen. Wer jetzt über einen Plastikbaum nachdenkt (“Den kann ich doch viele Jahre lang benutzen”), sollte auch hier auf die Klimabilanz achten: Die Produktion verbraucht viel Energie und Ressourcen und oft fallen viele Giftstoffe an.  

5. Schöner Schenken

Am 23. Dezember geht es für viele doch nochmal auf in überfüllte Läden, um die letzten Geschenke zu kaufen, ohne jegliche Idee, was ein passendes Geschenk sein könnte. Liebevolle Kleinigkeiten bleiben meistens länger im Gedächtnis als teures Gedöns, das am Ende doch bloß ungenutzt im Keller des Beschenkten rumsteht. Bei selbstgemachten Geschenken bestimmst du selber, was drin steckt und kannst Geld sparen. Die Möglichkeiten sind quasi unbegrenzt, Marmelade kochen, Pralinen machen, Seife schmelzen, Körnerkissen selber nähen, Notizbücher binden und noch vieles mehr. Das Internet und YouTube sind voll von leicht verständlichen Anleitungen und Rezepten, die selbst Laien leicht nachmachen können.

 

Pünktlich zum Bergfest – noch 12 Tage bis Heilig Abend – , das heute im Zeichen der Nachhaltigkeit steht, gibt es im Laufe des Tages noch ein herzhaftes Gewinnspiel! Seid gespannt.

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