Einmal Ninja sein Das Ninletics Angebot des Hochschulsports

Bekannt geworden durch die TV Serie „Ninja Warrior Games“ erfreut sich Ninja Training neuer Beliebtheit – sogar in den Hochschulsport hat es die Trendsportart geschafft. Mit dem Ninletics Angebot ermöglicht das Ninfly Center Münster, wie ein Ninja durch filmreife Parkours zu hangeln und verspricht dabei Krafttraining, Koordination und Spaß. Wir haben es für euch getestet.

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Es ist Samstag, 13:00 Uhr. Ich stehe in der Eingangshalle des Ninfly Centers Münster und warte darauf, dass mein Ninja-Sportkurs beginnt. Heute sind wir nur zu zweit, die anderen aus der „Community“ sind gemeinsam zum Crosstrail Bochum, einer Outdoor Hindernisbahn, gefahren. „Ninletics ist die Zukunft des Sports“, verkündet André. Warum, solle ich selbst herausfinden. Eigentlich ist er Trainer, gerade hat er aber einen gebrochenen Knöchel. „Wir vereinen hier auf 7.000 m2 alles, was man sich vorstellen kann. Es gibt einen Trampolin Park und einen Motorik Spielplatz für die Kleinen. Dahinter versteckt sich die Ninja Sports Arena. Derzeit ist es hier recht ruhig. Vor einer Woche haben sich hier noch Deutsche, Österreicher und Schweizer auf die Ninja Warrior Games vorbereitet. Das war auch für unsere Community spannend.“

Die Sports Arena besteht aus einem Parkour- und Calisthenics- (Training mit Körpergewicht) Park, einem Sprung- boden und einem funktionellen Trainingsbereich. Wir beginnen mit einem kurzen Ganzkörper-Warm-up: Lunges, Planks – das Übliche. Dann wird es spannend: Los geht es mit der Triple Wall, die aus dem Militärtraining übernommen wurde. Wie bei jedem Hindernis gibt es drei Schwierigkeitsstufen. Es geht aber primär nicht um die Höhe der Wall, sondern die Technik des Überwindens. In diesem Fall, ob sie mit einem Bein nach dem anderen oder mit beiden gleichzeitig durch schwungvolles abstoßen aus der Hüfte, überwunden wird. Das erste Hindernis meistern wir mit Bravour. Dann geht es an die Frogbars, das sind an der Wand befestigte Rohre, an denen sich in Frosch- stellung entlang gehangelt wird. Ich scheitere bereits am zweiten Hindernis, denn meine Schuhe geben kaum Halt. Durch die flache Sohle rutsche ich immer wieder von der Wand ab und kann mich so nicht zum nächsten Rohr abstoßen. Frustrierend. Die Curved Wall präsentiert sich ebenso garstig. Während ich an der etwas kleineren Halfpipe ohne Überhangtendenz, die „falschen“ Schuhe durch einen Sprung nach oben kompensieren kann, rutsche ich bei Schwierigkeitsstufe zwei bauchlinks wieder herunter. Abseits der Wand teilt sich der Parkour Bereich in zwei von Matten unterlegte „Parkour-Quadrate“ auf, bestehend aus wechselnden Elementen aus der Ninja Warrior Games Serie. Eines davon dreht sich ausschließlich ums Hangeln. Von Ringen bis Mikado-Sticks, von der Decke hängende Eisenstangen: die Möglichkeiten sind schier unendlich. Als besonders schwierig erweist sich hier der Hangelträger, an dem es kopfüber entlang zu hangeln gilt. „Wer vergisst die Beine nachzuziehen fällt meistens am Knick!“, warnt schon die Website. Die Königsdisziplin findet sich aber an der nächsten Station: die „Salmon Ladder“, besser bekannt als „Himmelsleiter“. Dort muss mit einem Klimmzug Schwung geholt werden, um die Stange eine Halterung weiter nach oben zu befördern.

Mit Training zum Erfolg

„Normalerweise hat das Training einen Schwerpunkt. Das kann Griffstärke, Schwungtechnik oder Balance sein. Je nachdem beginnen wir mit einem passenden Warm-up und gehen erstmal zum funktionellen Muskeltraining über. Griffstärke üben wir zum Beispiel, indem wir Hantelscheiben mit den Fingerkuppen umfassen und werfen. Dann wenden wir das Erlernte an den jeweiligen Parkour-Stationen an“, erzählt André „Der Unterschied zwischen Profi und Anfänger ist dann lediglich die Umsetzung am Gerät.“ Zwar gibt es grundsätzlich drei Kurs-Level, “Find, Push and Beat yourself“, aber wegen des Abonnement Charakters des Ninja Gyms haben sich die Kurse so durchmischt, dass in ihnen jedes Level vertreten ist. „Mittlerweile ist es eigentlich egal, ob du dich jetzt zu einem ‘Find-’ oder einem ‘Beat yourself’ Kurs anmeldest.“

Beim Hochschulsport ganz einfach anmelden unter: NINLETICS

Mehr Infos über das Angebot findet ihr bei:

NINFLY- Home of modern Sports

Instagram + Facebook unter: ninfly.muenster

Dieser Artikel stammt aus der aktuellen Ausgabe des Semesterspiegels (#439). Weitere Inhalte findet ihr exklusiv nur im Heft (PDF).

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